Kunstausstellung im Rathaus

 

Eine interessante Ausstellung mit schönen Kunstwerken von Schülerinnen und Schülern der MS Dietfurt fand im März und April im Rathaus in den Räumen der ehemaligen Bücherei statt. Sie wurde von den Lehrkräften Alisa Amann und Regina Wittl mit den Schülern/innen der Klasse 5, M7, 8 und M8 gestaltet. Die Idee dazu hatte Bürgermeisterin Carolin Braun, als sie bei einer Besprechung mit Rektorin Elisabeth Plankl außergewöhnliche Bilder von Kindern sah.

Die Kunstgruppe der M7 beschäftigte sich mit der Kunst des „Zentangle“. Es bedeutet eigentlich kritzeln und zeichnen, dabei kann man sich entspannen und seine Mitte finden. Eine kleine Vorlage wurde auf ein weißes Papier geklebt und mit feinen Stiften weiterentwickelt. Das war eine intensive Arbeit, die lange dauerte und viel Geduld erforderte. Mit dem Künstler Friedensreich Hundertwasser beschäftigte sich die M8. Nach einer intensiven Vorbesprechung über dessen Person, Werke und Technik malte jedes Kind eine Vorlage mit normalen Wasserfarben in der Art und Weise von Hundertwasser weiter. Dabei galt es, Farben und Formen zu übernehmen, auch Gold- oder Silberelemente konnte man dazu fügen. Lehrerin Alisa Amann war mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Kinder der Klasse 8 machten Barock Graffiti. Verspielte und wulstige Verzierungen das Barockzeit waren zu verzerren und verspielt wiederzugeben. „Die Kunstwerke entstanden in Mischtechnik mit Buntstiften auf Tonpapier“, erklärte Lehrerin Regina Wittl. Was für eine Idee: Chamäleons brechen aus und verstecken sich Kunstmuseum! Hier geht es um Nacharbeiten der Maltechnik von Impressionisten. Die Bilder der Tiere nahmen die Farben des Hintergrundes auf, mit feinen Pinseln wurde gestupft oder auch mit Wattestäbchen. Auf manchen Bildern sieht sehr deutlich, wie das „Chamäleon“ mit der Umgebung verschmilzt. Dem „Baumvolk“ gefällt es nicht mehr und es hat den Wald verlassen. Zurück bleiben die Wohnungen in den Stämmen, verbunden mit Lianen und Brücken. Fenster sind zerbrochen und Türen hängen herunter, alles ist verlassen. Mit einem feinen schwarzen Stift auf weißem Papier zeichneten die Kinder die Bäume und mit verschiedenen Strukturen den Hintergrund.

Rektorin Elisabeth Plankl lobte die Kinder und meinte: „Da sieht man, welche Ergebnisse kreative Kinder, die sich Mühe geben, schaffen können“. Oliver Kuhn freute sich über die fantasievollen Bilder und gratulierte den Lehrerinnen und Schulkindern zu ihrer Leistung. Die „jungen Künstlern“ brachten auch Erklärungen an den Bildern an und legten ein Gästebuch aus, in dem man Kommentar hinterlassen konnte.                                                                                                   (Johann Grad)