Förderpreis der psd-Bank zum Eulenprojekt


Bereits zum zweiten Mal erhielt unsere Schule eine finanzielle Förderung von 1.000 € durch die psd-Bank mit dem Wettbewerb „Die grüne Hand“. Ziel ist es ökologische Projekte, die nachhaltig sind, aktiv mit Schülern umzusetzen. Beworben hatten wir uns mit der Idee, Nistkästen für verschiedene Eulenarten zu bauen und an geeigneter Stelle mit dem Stadtförster Oliver Kuhn aufzuhängen.


Am Anfang stand die Recherche, welche Eulenarten in Frage kommen und welche Ansprüche an ihren Lebensraum sie haben. Die Schülerinnen und Schüler der M7 recherchierten im Internet Baupläne für verschiedene Nistkästen und passten sie den Baumaterialien an (Brettstärke, Breite der Mehrschichtplatten), so dass Schnittpläne für den Schreiner Sebastian Oexl entstanden. Dieser bereitete uns die Bauteile perfekt vor und spendete großzügig seine Arbeitszeit. Für die Dächer benötigten wir Zinkblech, das uns vom Dachdecker Josef Lindl zugeschnitten und gespendet wurde. Wir merkten schnell, dass das Thema viele Menschen bewegt und zur Unterstützung anregt.

Vielen Dank dafür!  

Um Waldkauz und Schleiereule zu treffen, besuchten die Klassen 6, M7 und die Deutschklasse dann auch die Vogelauffang-station des LBV in Regenstauf. Dort bekamen wir auch einen Vortrag über den Waldkauz als Vogel des Jahres 2018 zu hören und untersuchten die besonderen Federn von Eulen unter dem Mikroskop: Eulenfedern verfügen noch über extra Härchen an den Flügelfedern, die den Schall dämpfen. So wird lautlosen Flug ermöglicht, der Eulen auf der nächtlichen Jagd nach Mäusen so erfolgreich macht.

 

In der Schule zurück machten wir uns an die Arbeit: 6 Niströhren für Steinkauz, 8 Nistkästen für Rauhfußkauz und 4 Nistkästen für Wald-kauz wurden mit Projektleiter Alexander Pöppl gefertigt und so manche Vertretungs-stunde sinnvoll genutzt. Etliche Schüler bohrten und schraubten zum ersten Mal ein Werkstück zusammen oder bogen die Zinkbleche in die richtige Form. Einige Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse hatten sich den Schleiereulen verschrieben und bauten zwei 1 m lange Nistkästen für diese faszinierenden Vögel, die in Scheuen mit reichhaltigem Nahrungsangebot an Mäusen in der Nähe aufgehängt werden. Herr Kuhn organisierte dafür den Bio-Bauernhof der Familie Werner in Hainsberg und das Hackschnitzellager der Stadt Dietfurt beim Alcmona-Haus.    

Im März ging es dann in den Wald. Die Kinder der M7 stapften den langen Hang Richtung Vogelthal zu Fuß empor, um dort oben an einer kleinen Nadelwaldlichtung in 4 m Höhe zwei Nistkästen für den Rauhfußkauz anzubringen. Neben Stadtförster Kuhn war auch Ben Kienlein beim Montieren der Nistgelegenheiten behilflich und wird auch die restlichen Kästen noch anbringen. Unter dem Nistkasten haben wir ein Metallband mit langen Nägeln gehängt, das Marder abhalten soll. In der darauf folgenden Woche waren einige Schüler der 6. Klasse und D-Klasse am Wolfsberg, um dort Waldkauzkästen zu montieren. Lichte Buchen-wälder sind für diese noch regelmäßig vor-kommende Eule der beste Lebensraum. Steinkauzkästen wurden am Wolfsberg und in Beratzhausen auf einer alten Streuobstwiese aufgehängt.    

Da viel mehr Geld als 1.000 € ausgegeben wurde, überlegten sich die Lehrerinnen Gaby Fruhmann und Claudia Scherübl-Deibl, wie man durch den Verkauf von selbst gebastelten Dekogegenständen und Eulenkeksen das Projekt zusätzlich finanzieren könnte. Gesagt, getan. Herr Michael Rakos zeigte sich mit einigen kunstvoll gefalteten Buchstützen ebenfalls sehr spendabel. Der Verkauf wurde so gut unterstützt, dass gar nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten und über 500 € zusätzlich in die Kasse kamen. So ist nicht nur das Projekt bezahlt, sondern auch noch Hühnerfutter für die nächste Zeit.Bei der Preisverleihung durch die psd-Bank am Freitag, den 10.05.2019, lobte Frau Mauf-Grotrian das Engagement der Schüler und Lehrer für eine nachhaltige Zukunft. Die Feierstunde wurde von vielen Kindern der Grund- und Mittelschule musikalisch umrahmt mit dem selbstgemachten Lied „Griaß enk God“ und die „Die Eule tanzt“ sowie einem Tanz „Wald-Wonderland“, in einer Ausstellung mit vielen Eulen-Kunstwerken wirkt das Projekt für alle sichtbar in der Schulaula nach.

 

Und wie geht’s den Eulen? Das ist Aufgabe für alle, dies weiter zu beobachten! Förster Kuhn brachte jedoch Fotos von jungen Waldkäuzen in die Schule, die zeigen, dass der Vogel am Wolfsberg brütet, wenn auch (noch nicht) in unseren Kästen.

 (Alexander Pöppl)


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