Erfahrungen zum Thema "Gott suchenund finden" ins Bild gebracht



Unter der Thematik „Gott suchen und finden“ haben Schüler beider Konfessionen der Klassen 5 und 6 der Mittelschule Dietfurt mit den Religionslehrerinnen Maria Hauk-Rakos und Lena Lehr in ökumenischer Zusammenarbeit ein gemeinsames Projekt gestartet zur gedanklichen, kreativen und künstlerischen Auseinandersetzung mit den monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Als künstlerischer Beistand fungierte Kalligraf Werner Maier von den Kunst-Türmlern. In einer Vernissage in der Schulaula wurden die Ergebnisse vorgestellt, der eine Einführung in die Vorgehensweise durch die beiden Religionslehrerinnen vorausging. In ökumenischer Verantwortung sei in der Einführung den Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Glaubenslehren bei der Arbeit im Stationenbetrieb der Lernwerkstatt begegnet worden. Die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens, die Bibel als Richtschnur und die Begegnung mit dem Islam wurden dabei ergründet. In eigenständiger Erarbeitung wurde Wissenswertes zu jüdischen Festen in Referaten vorgestellt. Zur Findung neuer kreativer Wege um das Erlernte zu präsentieren leistete Kalligraf Werner einen wichtigen Beitrag, der mit der Gruppe in einem Crashkurs auch Schriftkunst hebräischer und arabischer Herkunft erprobte. In der Reflexion äußerten die Teilnehmer besondere Begeisterung für diese künstlerische Begleitung des Projekts. Die Lehrkräfte zeigten sich sehr zufrieden mit dem Lernerfolg, der „Hemmungen abgebaut und die Basis für respektvolles Miteinander und Toleranz gegenüber dem Fremden“ geschaffen hat. „Gewinnbringend“ sei die Kooperation mit Schulleitung und Klassenlehrern verlaufen. Stolz erfüllte auch Rektorin Elisabeth Plankl, die die Schüler für ihren Lernzuwachs und die gute Zusammenarbeit lobte. Fundierte Information sei in unserer Zeit der Anfeindungen wichtig, Toleranz im religiösen Bereich zu üben. „Keine Gewalt gegen Andersgläubige!“, mahnte die Schulleiterin, die weiter auf entsprechende Aktionen hoffte. Die Bilder als farbenfrohe Ergebnisse des Projekts werden dauerhaft als „Eye-Catcher“ in der „Reli-Oase“, einem speziellen Unterrichtsraum für den Religionsunterricht, ausgestellt, erklärten die Religionslehrerinnen. Als Essenz ihres Projekts werteten sie vermehrte Selbsterkenntnis, die entstehe „mit dem Versuch andere zu verstehen“. Auch Bernd Baran, Leiter des evangelisch-lutherischen Schulreferats der Dekanate Altdorf und Neumarkt, hatte interessiert die Ausführungen verfolgt und betrachtete anschließend aufmerksam die Bilderausstellung. Einige Eltern sahen sich ebenfalls interessiert die eindrucksvollen Kompositionen aus Bildlichem und Kalligrafie an. Weltkugel, Regenbogen, Kreuz und Davidstern, das Vater Unser, christliche Gebote, allgemeine ethische Grundsätze, Worte der Bibel und kurze Gebete, darunter sogar einige Worte in Spiegelschrift, bekamen die Betrachter zu sehen, die auch Information zum Koran, dem heiligen Buch der Muslime, und den Säulen des Islam erhielten.                                                                 

           (Rosmarie Götz)