Schritt ins neue Leben


51 Schulanfänger begrüßte Rektorin Elisabeth Plankl mit einem „Wunderschönen guten Morgen“ in der Schule Dietfurt. „Heute ist euer Tag. Jetzt gehört ihr zu den Großen“, wandte sie sich an die erwartungsvollen Neuen. Ihr Gruß galt auch den Eltern, die den „großen Schritt in euer neues Leben“ begleiteten. Sie ermunterte zur „Geduld mit dem Kind“, die die besondere Umstellung erleichtern soll und versprach: „Keine Sorge, es läuft bald!“ Auch drückte sie zuversichtlich ihre Hoffnung auf vertrauensvolle Zusammenarbeit aus. Aufmerksam hörten die ABC-Schützen zu, als die Zweitklässler mit einem frohen Lied „Hey, hallo!“ einen guten Einstand wünschten, darin Freude aufs Lernen und die vielen Freunde versprachen. „Herein spaziert!“, hieß es in ihrem Gedicht, das sie gruppenweise vortrugen und dabei sehr überzeugend versicherten: „Die Schule ist zu ertragen“. Neugierig folgten die frisch gebackenen Schulkinder den beiden Lehrerinnen in die Klassenzimmer. Viele Mädchen trugen hübsche Kleidchen, auch Dirndl und Tracht kamen zu Ehren und der Nachwuchs war mit kunstvollen Frisuren für den besonderen Tag fein gemacht worden, gegelt und gestylt waren auch die kleinen Herren. Ganz schön zu schleppen hatten alle an ihren fantasievollen Schultüten, die mit Glitzerschmuck, Fußbällen, Rennautos, Drachen, Schmetterlingen, Herzen oder auch einem Bulldog verziert waren. Geheim war meist noch deren Inhalt und mit besonderen Überraschungen unter den Süßigkeiten bestückt. Schulluft schnuppern durften auch kleine Geschwister mit Mini-Schultüten, die zum Schulanfang Geleitschutz gaben. Viele Väter übernahmen zum Einstand den Transport der Schultaschen, die in tollem Dekor ebenfalls Lust auf die Schule machten. Ein Strauß Sonnenblumen stand in der 1b bereit und Lehrerin Birgit Wrobel gratulierte gleich einem Geburtstagskind. Der Schulkoffer von Handpuppe Mimi wurde gemeinsam inspiziert und der gesunde Pausenapfel samt den Nüssen als Gehirnnahrung darin entdeckt. Eifrig beteiligten sich die Kinder im Sitzkreis an den Aufgaben und bekamen anerkennende Worte für ihren Einsatz. Auch in der 1a war die rothaarige Mimi schon bereit mit ihrem großen Buchstabenkoffer. Beherzt wagten sich die „kleinen Detektive“, wie die Lehrerin sie motivierte, an ihre ersten Aufgaben, holten schnell die Anfangsbuchstaben für Maus und Igel heraus. Nach wiederholtem Einsatz stand dann schon der Name „Mimi“ an der Tafel und sogar das Wort „Schule“ war bald mit den passenden Anlauten gefunden. Lob gab es für den ersten Leseerfolg im Chor, mit dem die Kinder ihre Eltern beeindrucken konnten, die dann ihre Sprösslinge allein dem ersten Unterricht überließen. In der Aula wartete der Rektor a.D. Jochen Vatter mit seiner Tombola, wo er viele Bekannte unter den Eltern entdeckte. Der Förderverein hatte Kaffee und Kuchen vorbereitet, damit sich auch die Eltern den Tag versüßen konnten. Bald hatten auch die Schulneulinge ihren ersten großen Tag in der Schule hinter sich, der nach dem gemeinsamen Kirchgang mit den Eltern endete.  

(Rosmarie Götz)